Weidenbaum

Weidenbaum am Moossee. Mein Fotoapparat muss mit zum Baden. Ein nächstes Mal gibt’s bestimmt – ein wunderbarer Sommer!

Der grosse Dichter Lao Tse hatte unter einer Trauerweide eine Weile geschlafen. Danach sagte er: “Wer weiss, ob wir im Leben träumen oder im Traume leben“.

Der Name der Weide stammt aus dem althochdeutschen wída und bedeutet „die Biegsame“. Genau durch diese Biegsamkeit, lassen sich Weidenzweige wunderbar zu Körben verarbeiten. Im Herbst ist die Weide voll im Saft und bleibt viel länger geschmeidig zum Flechten. Zur Erntezeit also! Genau da wurden schon bei den Kelten Körbe gebraucht. Mit der Industrialisierung hat der Bedarf an Körben allerdings stark abgenommen.


Bestimmt kennt ihr die Weidenkätzchen („Wiidebüseli“). Frühe Weidenarten blühen schon im März. Diese sind für Honigbienen, Wildbienen und Hummeln sehr wichtig. Von der Weide gibt es ungefähr 450 Arten. Die Blätter sehen sehr verschieden aus, von beinahe kreisrund, bis schmal und lanzenförmig. Aber alle Weidenblätter haben etwas Spannendes gemeinsam: bei allen dreht sich das nächste Blatt um jeweils 144 Grad, also 2/5 Umdrehungen, so schaut jedes fünfte wieder in dieselbe Richtung!


Die Rinde der Weide kann getrocknet und als Tee verwendet werden. Sie wirkt fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. In der Heilkunde wird sie eingesetzt bei Kopfschmerzen, Fieber und rheumatischen Beschwerden.


Meditation

Der Weidenbaum kann Dir helfen, Stärke und Harmonie wiederzufinden.

Der Weidenbaum besitzt die Fähigkeit, sich ständig zu erneuern, ist anpassungsfähig und biegsam.

Die Weide steht meist in Wassernähe und in naher Verbindung zum Mond und der Welt der Gefühle.

Die Weide gilt als magischer Baum.